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Joey DeFrancesco
#1 Joey DeFrancesco
Ja, der "spielt" hier wohl keine Rolle (sieht man ja auch an der Anzahl der Posts), aber was er mal gesagt hat, sollten sich die meisten der Pfeifenorgelspieler mal faustdick hinter die Ohren schreiben, wenn sie die Orgel nicht zu Grabe tragen wollen:
"wenn man selbst nicht so aussieht als hätte man Spaß beim Spielen, wie sollte dann ein Zuhörer Spaß haben" oder so ähnlich zitierte man ihn im BR kürzlich (trifft umso mehr natürlich nicht nur auf die Zuhörer zu, sondern auch auf den Musikernachwuchs).
Mal abgesehen von der Dennerlein und dem Carpenter (und natürlich der Williams) ist m. E. einer der letzten relevanten Botschafter der Orgel aus der aktiven Musikwelt gegangen.
Die Todesursache wurde auch in den Amerikanischen Medien nicht angegeben weil die Familie offensichtlich bisher darüber schweigt. Aber schon seit einiger Zeit hat er deutlich abgenommen. Das könnte für Krebs sprechen. Jedenfalls glaube ich nicht, dass er Emersons Weg teilt, denn er spielte bis zuletzt in Höchstform und für den Weg eines Lord war er deutlich zu jung. Ich habe ihn zusammen mit seinem Vater in den späten 80er Jahren gesehen. Das hat mich geprägt. So viel offensichtlichen Spaß an der Musik und das auf so hohem Niveau, das prägt sich ein. Niemals ohne Freude spielen! Besser gar nicht. Das ist meine Meinung bis heute. Allerdings - und das trifft für mich auch beim Carpenter zu - teile ich nicht ganz diesen Musikgeschmack. Ich möchte fast sagen, dass mir das zu viele Noten mit zu wenig Pausen sind. Und wenn man ganz erfolgreichen Musikern wie beispielsweise Keith Richards glauben will, sind die Pausen manchmal wichtiger als die gespielten Noten. Was wäre auch die 5. ohne Pause voran - bei guten Musikern hört man schon die erste Pause bevor es losgeht!
Michal
(
gelöscht
)
#6 RE: Joey DeFrancesco
Keith Emerson (Emerson Lake Palmer - er hatte auch eine klassische Ausbildung) hat sich umgebracht weil er ein Nervenleiden in der Hand hatte, das es ihm nicht mehr erlaubte auf dem früheren Niveau zu spielen (daher auch die extreme Trauer der Rachel Flowers beim Tribute Konzert YouTube). Es gibt Leute, für die ist Musik alles im Leben. Ich kann das verstehen. Und leider ist es nicht selbstverständlich, dass man im Alter noch so spielen kann, dass das Niveau einem selbst genügt. Auch Keith Richards kann nicht mehr so spielen wie er möchte weil er kaputte Finger hat. Es ist gut, wenn einem dann das Geld und die Frauen genügen. Am besten ist es aber wohl wenn man im Klub der 27er ist. Dann bleibt einem der Mist erspart. Oder man schraubt halt seine Ansprüche zurück. Vielen gelingt das aber nicht und die werden dann sehr unglücklich (und sterben dann auch - Callas und Co.). Am schlimmsten ist es aber, wenn einer trotz allem sich noch bis zum bitteren Ende vermarkten lässt (Pavarotti, Sinatra und viele, viele andere). Jon Lord und wohl auch Joey DeFrancesco waren eher eine Ausnahme weil sie bis zum Tod musikalisch topfit waren. So wünscht man sich das.
ja, sorry, für mich ist Musik alles - von Abba bis Led Zeppelin - und ich kenne keinen Unterschied zwischen E- und U-Musik (nicht einmal zwischen vermeintlich guter und schlechter Musik, weil immer alles abhängig von Geschmack, Kultur, Stimmung usw. ist) und bringe daher hier immer wieder Dinge rein, die nicht wirklich hierher passen. Nochmals sorry. Was ich aber nicht abkann ist Arroganz und aufgesetztes Können (großes Gehabe verbunden mit Pseudomusikwissenschaft und technischer Angeberei). Für mich muss Musik immer vom Herzen kommen und da kann ein Straßentrommler auf umgedrehten Putzeimern mehr Musik intus haben als ein Konzertmusiker samt seiner elitären Zuhörerschaft.
Und ein authentischer und leidenschaftlicher Musiker und noch dazu mit großem Können und Spaß dabei war Joey auf alle Fälle.
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