Bitte geben Sie einen Grund für die Verwarnung an
Der Grund erscheint unter dem Beitrag.Bei einer weiteren Verwarnung wird das Mitglied automatisch gesperrt.
Redaktionsbericht zum 'Gotteslob'

Auf der Seite des Deutschen Liturgischen Instituts wurde kürzlich der Redaktionsbericht zum Gotteslob veröffentlicht.
Zitat
Er dokumentiert die langjährige intensive Arbeit zur Erstellung des Gebet- und Gesangbuches, macht deren Intentionen transparent und gibt so auch Rechenschaft über die Gründe von Änderungen, Neuerungen und Auslassungen.
Wen es interessiert: https://dli.institute/wp/redaktionsberic...gotteslob-2013/
🌷Johannus Opus 260 (wird erwartet)
#2 RE: Redaktionsbericht zum 'Gotteslob'

Hab vorerst nur mal kurz hineingeschaut.
Die allseits kritisierte Spiralbindung der Orgelbücher wurde gewählt, damit man auf schmalen Notenpulten die zweite Buchhälfte nach hinten umklappen kann. Freilich darf man genau das nicht machen, wenn man die Bindung nicht in kürzester Zeit zerstören will …
Moroders Vertonung ist in etlichen Pfarrgemeinden zur Normalform geworden, obwohl die Melodie (vor allem im zweiten Teil) nicht zum Text passt. In der Österreich-Gotteslob-Kommission habe ich mich - erfolglos - dagegen ausgesprochen, dass dieses Stück aufgenommen wird.
(Bei einer ökumenischen Trauung, die ich bespielen sollte, stand auf dem Programm: "Vater unser gesungen". Auf meine Frage, welches gemeint sei, hieß es: "das normale". Ich spielte also die gregorianische Melodie ein - und die Leute sangen Moroders Stück. Seufz!)

#7 RE: Redaktionsbericht zum 'Gotteslob'
#9 RE: Redaktionsbericht zum 'Gotteslob'

Weil ich neugierig war, hab ich mal mein GL 2013/Österreich rausgekramt.
Ich muss sagen, der Eigenteil gefällt mir aus rheinischer Sicht eigentlich ganz gut.
Haydn und Schubert braucht es hier nicht, aber die große Auswahl an liturgischen (Ordinarium) Gesängen und Hallelujarufen finde ich gelungen. Im Kölner Eigenteil ist das sehr sparsam gehandhabt.
Die österreichischen Lokallieder/Melodien kann ich nicht beurteilen, weil ich sie größtenteils nicht bzw. mit anderen Melodien kenne.

Die Ordinarien im Österreichteil finde ich reichlich unbrauchbar... außer Haydn/Schubert und 716 (Braun) verwende ich davon so gut wie nichts. An lokalen Gesängen fehlt eine ganze Diözese - und natürlich verbriet man eine lange Liste von Kanons und unterdurchschnittlichen Hallelujas anstatt dem Volk das zu geben, was es wirklich brauchte. Aber davon haben wir im Forum unter anderem Thread schon viel gehandelt.

#14 RE: Redaktionsbericht zum 'Gotteslob'

Vor allem ist es schwer, sich darin zurechtzufinden. Mal ne normale Notenzeile, dann zwei Zeilen wie im Chorsatz zusammengespannt, Mehrtaktpausen, Voltenklammern, Akkordsymbole... Wer soll das im "normalen" Kirchenvolk lesen können?
Viel zu schwer.
Zitat von Guilain im Beitrag #5
Moroders Vertonung ist in etlichen Pfarrgemeinden zur Normalform geworden, obwohl die Melodie (vor allem im zweiten Teil) nicht zum Text passt. In der Österreich-Gotteslob-Kommission habe ich mich - erfolglos - dagegen ausgesprochen, dass dieses Stück aufgenommen wird.
(Bei einer ökumenischen Trauung, die ich bespielen sollte, stand auf dem Programm: "Vater unser gesungen". Auf meine Frage, welches gemeint sei, hieß es: "das normale". Ich spielte also die gregorianische Melodie ein - und die Leute sangen Moroders Stück. Seufz!)
Dann haben Siegfried Fietz und Giorgio Moroder anscheinend ja was gemeinsam.
Beide haben Melodien geschaffen welche nicht zum Text passen und vom Volk gerne gesungen werden.
Jetzt anmelden!
Jetzt registrieren!